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1. Systemmerkmale und Einsatzmöglichkeiten
Gründe für den zunehmenden Einsatz von PC-Netzen in Unternehmen und Verwaltungen sind:
ein erhöhtes Datenaufkommen und die wachsende Bedeutung von umfassenden und aktuellen Informationen in allen Bereichen der Unternehmen,
Rationalisierungsbestrebungen durch die Ausdehnung der EDV-Anwendung auf weitere, bisher noch nicht erfaßte Bereiche und die Integration von "Insellösungen" in ein EDV-Gesamtkonzept,
und nicht zuletzt angesichts immer leistungsfähigerer Hard- und Software im PC-Bereich bei gleichzeitig fallenden Preisen die Ersetzung oder Erweiterung von Systemen der Groß-EDV und der mittleren Datentechnik durch PC-Netze.
Die hier angesprochenen PC-Netze basieren auf einem dafür besonders geeigneten, leistungsfähigen PC als Server, auf dem mittels eines speziellen Netzwerk-Betriebssystems Daten und Programme gespeichert und die Zugriffsrechte der Benutzer auf Daten und Hardware (z.B. Drucker) von einem Systemverwalter (Administrator) festgelegt werden.
Daten können sowohl zentral auf dem Server als auch dezentral auf dem Arbeitsplatz-PC gespeichert werden, ihre Verarbeitung erfolgt dagegen lokal im Arbeitsplatz-PC.
Durch die netzweite Nutzung von Daten erstreben die Unternehmen eine
Effektivitätssteigerung des EDV-Systems :
Neue Daten und Änderungen müssen nur einmal eingegeben und gespeichert werden und stehen allen Benutzern jederzeit und immer in der aktuellsten Form zur Verfügung. Das reduziert den Aufwand für Dateneingabe und Pflege von Datenbeständen.
Zwischen einzelnen Bearbeitungsschritten werden Dokumente, Formulare etc. übers Netz weitergeleitet und müssen nicht mehr auf ein anderes Medium (Papier, Diskette) übertragen werden. Dies beschleunigt den Datendurchlauf und macht zahlreiche Tätigkeiten überflüssig (Botengänge, Telefonate, Kopieren, ...).
Die vorhandenen Datenbestände können schneller von mehreren Bearbeitern unter verschiedensten Gesichtspunkten ausgewertet und für unternehmerische Entscheidungen genutzt werden. Dadurch können Entscheidungsspielräume verlagert und auch im Tätigkeitsbereich mittlerer und höherer Ebenen Rationalisierungseffekte erzielt werden.
Die größere Flexibilität des gesamten Systems in Verbindung mit der Funktionsvielfalt moderner Starndardprogramme erweitert die Bearbeitungsmöglichkeiten an den einzelnen Arbeitsplätzen. Die Arbeitsintensität wird dadurch gesteigert und qualitativ bessere Ergebnisse können verlangt werden.
2. Gestaltungsgrundsätze aus Arbeitnehmersicht
Verhaltens- und Leistungskontrolle:
Netzwerkbetriebssysteme erzeugen Informationen über die Vorgänge im Netz, die für die Systemverwaltung erforderlich sind und zum Teil in speziellen Dateien mitprotokolliert werden. Zugleich geben sie einen Einblick in zahlreiche Benutzeraktivitäten und können so eine Kontrolle von Arbeitsverhalten und -leistung ermöglichen. Dies gilt verstärkt für Zusatzprogramme für die Netzwerkverwaltung.
Sofern Entstehung und Speicherung dieser Informationen nicht verhindert werden können, muß daher ihre Auswertung auf das zur Systemverwaltung erforderliche Maß begrenzt und ihre Aufbewahrung und Löschung geregelt werden.
Die Möglichkeiten des Systemverwalters bei der Überwachung der Netzwerkaktivitäten können praktisch nicht eingeschränkt werden. Seine Befugnisse müssen deshalb festgelegt, die aus seiner Tätigkeit gewonnenen Informationen dürfen ausschließlich zur Systemverwaltung ausgewertet werden. Zugleich muß verhindert werden, daß sich Unberechtigte unter der Kennung des Supervisors im Netz anmelden und seine Funktion ausüben können.
Datenschutz:
Personaldaten und andere sensible Informationen auf dem Server müssen durch Vergabe von eingeschränkten Zugriffsrechten vor unberechtigtem Lesen, Verändern, Weitergeben und Löschen geschützt werden. Sofern das Netzwerk-Betriebssystem selbst eine Verschlüsselung von Daten nicht ermöglicht, müssen ggf. zusätzliche Sicherheitsprogramme eingesetzt werden. Dies gilt auch für Daten, die auf Arbeitsplatzrechnern gespeichert werden. In bestimmten Fällen kann es erforderlich sein, alle Zugriffe auf schutzwürdige Daten zu protokollieren.
Arbeitsinhalt und -zusammenhänge:
Der Einsatz eines PC-Netzes ist zumeist ein Anlaß, die gesamte Arbeitsorganisation zu verändern. Einerseits birgt dies die Gefahr von Arbeitsplatzabbau, Arbeitsintensivierung und Abbau direkter zwischenmenschlicher Kommunikation.
Andererseits können durch geänderte Arbeitsstrukturen betriebliche Hierarchien abgebaut, Gruppenzusammenhänge gefördert und einzelne Arbeitsplätze interessanter gestaltet und aufgewertet werden. Vorhandene Gestaltungsmöglichkeiten sollten vom BR/PR in Zusammenarbeit mit den Betroffenen genutzt werden.
Qualifizierung:
Komplexe Netzwerkstrukturen erschweren die Einsicht in die Arbeitszusammenhänge, neue Programmelemente kommen hinzu und die Einsatzmöglichkeiten vorhandener Programme werden erweitert. Es ist deshalb notwendig, daß die Benutzer ausreichend auf die Arbeit im Netz vorbereitet werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, daß nicht nur die Ausführung einzelner Bedienungsschritte eingeübt wird, sondern Anwendungsmöglichkeiten für die eigene Arbeit aufgezeigt und grundlegende Zusammenhänge vermittelt werden.
Ergonomie, Arbeitsschutz:
Bestimmte Netzwerkkomponenten (v.a. Server und Netzwerkdrucker) werden besonders beansprucht und belasten somit ihre Umgebung stärker (Ozon, Staub, Wärme, Geräuschentwicklung). Schädliche Folgen müssen durch geeignete Maßnahmen (Standortwahl, Abschirmung, Filter) begrenzt werden.
Sofern bei der Einführung des Netzes zugleich neue Hard- und Software angeschafft wird, muß die Einhaltung ergonomischer Standards gewährleiset sein.
Damit das PC-Netzwerk beurteilt und sein Einsatz im Sinne der Arbeitnehmer mitgestaltet werden kann, muß der Arbeitgeber folgende Informationen zur Verfügung stellen:
Zielsetzung des Einsatzes
System- und Programmbeschreibungen
Beschreibung der Auswirkungen auf Arbeitsinhalte und -zusammenhänge
Beschreibung der im Netzbetrieb entstehenden personenbezogenen Daten und ihrer Auswertungsmöglichkeiten
Datenschutzkonzept
3. Vernetzung und Integration von EDV-Systemen. Unterstützung durch unser Team
Wie in allen anderen Fragen, die den Problembereich "EDV" betreffen, kann natürlich auch bei der Einführung von PC-Netzwerken die Unterstützung durch das Tucana Team angefordert werden. Diese kann bestehen in:
weitergehender Information und Beratung
Sachverständigentätigkeit
Vermittlung von Schulungen
Organisieren von betriebsspezifischen Schulungen, in denen effektiv auf die besondere betriebliche Problemlage eingegangen werden kann.
4. Leistungen
Kommunikation
Integration in die vorhandenen Kommunikations- und Security-Systeme
Daten-Konversion
Datenübernahme und Konversion
Anwendungs-Schnittstellen
Anpassung, Überprüfung und Inbetriebnahme der definierten Applikations-Interface
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